Das Sitzen oder Liegen in der Sonne, also das Sonnenbaden, kann gesundheitliche Vorteile für Sie haben. Sie machen es jedoch nicht unbedingt richtig. Es macht nämlich einen großen Unterschied, ob Sie ohne Sonnencreme für 10 Minuten nach draußen gehen oder sich im Solarium bräunen lassen.

Seien Sie beim Sonnenbaden vorsichtig. (Designed by Freepik)
Der Wunsch nach sicherem Sonnenbaden
Um gesundes Sonnenbaden ohne schwarze Gedanken an Hautkrankheiten, vorzeitige Alterung usw. zu genießen, sollten Sie einige wichtige Regeln beachten.
Tragen Sie die richtige Sonnencreme auf
Bei der Auswahl einer Sonnencreme sollten Sie zu einer sogenannten Breitband-Sonnencreme greifen. Das bedeutet, dass sie Sie sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützt. Die Strahlen, die als UVB bezeichnet werden, verursachen Sonnenbrand. Das bedeutet, dass sie nur auf die oberflächlichen Hautschichten wirken. UVA-Strahlen dringen tiefer ein und führen dazu, dass die Haut schneller altert. Es entstehen Falten und Sonnenflecken.
Wie hoch sollte der Lichtschutzfaktor der verwendeten Creme sein?
Jede Sonnencreme trägt die Abkürzung SPF und einen Zahlenwert. SPF ist eine englische Abkürzung und steht für: Sun Protection Factor. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das: Sonnenschutzfaktor. Es handelt sich um einen relativen Wert, der Ihnen sagt, wie lange die Creme Ihre Haut im Vergleich zu der Zeit schützt, in der Sie ohne Creme der Sonne ausgesetzt wären. Es handelt sich jedoch nur um einen Richtwert, da die Wirksamkeitsdauer der Creme von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, zum Beispiel:
- Schwimmen,
- Schwitzen,
- Abtrocknen mit einem Handtuch usw.
Denken Sie daran, dass:
- SPF 15 – etwa 93 % der UVB-Strahlen blockiert,
- SPF 30 – etwa 97 % der UVB-Strahlen blockiert,
- SPF 50 – etwa 98 % der UVB-Strahlen blockiert.
Allgemein wird empfohlen, Creme mit einen Lichtschutzfaktor von mindestens SPF 30 zu verwenden.
Tragen Sie die Sonnencreme richtig auf
Glauben Sie, dass es ausreicht, sich nur einmal am Tag einzucremen und dann ist alles erledigt? Das ist ein Irrtum. Damit die Sonnencreme Sie optimal schützt, tragen Sie sie mindestens 15 bis 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auf. Sie sollten sich jeden Tag wiederholt eincremen. Cremen Sie sich etwa eine halbe Stunde nach Beginn des Sonnenbadens erneut ein.
Der Schlüssel zu relativ sicherem Sonnenbaden liegt auch in der Verwendung einer ausreichenden Menge Sonnencreme. Für den gesamten Körper sollten Sie etwa ein Schnapsglas Sonnencreme verwenden. Je weniger Creme Sie verwenden, desto geringer der Schutzeffekt. Cremen Sie sich immer nach dem Baden, Abtrocknen mit einem Handtuch oder Schwitzen, zum Beispiel nach sportlicher Betätigung, ein. Und denken Sie daran, alle unbedeckten Körperstellen einzucremen, einschließlich:
- Gesicht,
- Lippen,
- Nacken,
- Ohren und
- Scheitel, wenn Sie dort keine Haare haben.

Tragen Sie Sonnencreme auf die gesamte unbedeckte Haut auf. (Designed by Freepik)
Haben Sie keine Eile und bräunen Sie sich allmählich, auch gerne im Schatten.
Widerstehen Sie der Versuchung, sich an einem Tag insgesamt zu bräunen. Tun Sie dies lieber langsam und dafür häufiger. Erhöhen Sie die Zeit in der Sonne schrittweise. Beginnen Sie mit etwa 15 bis 30 Minuten auf einer Seite (je nach Hauttyp). Um eine gleichmäßige Bräunung zu erreichen, gönnen Sie sich im Badezimmer beim Baden ein Körperpeeling.
Glauben Sie es oder nicht, aber Sie können auch im Schatten schön braun werden. Die Strahlen gelangen nämlich durch Reflexion von der Umgebung zu Ihrem Körper. Dennoch vergessen Sie nicht, Sonnencreme zu verwenden.
Für eine strahlendere Haut sollten Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen
Vergessen Sie nicht, sich zu hydratisieren. In der Sonne können Sie leicht dehydrieren, was sich nicht nur darin äußert, dass Sie sich schlapp fühlen, sondern auch Ihrer Haut schadet. Durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) bleiben Sie „kühler“ und helfen gleichzeitig Ihrer Haut, strahlend zu bleiben. Wegen Dehydrierung wird die Haut faltig aussehen, was Sie sicherlich nicht wollen.
Wann ist die beste Zeit zum Sonnenbaden?
Wenn Sie sich fragen, ob Sonnenbaden gesund ist, versuchen Sie alles zu tun, um sich mit möglichst wenigen negativen Folgen zu bräunen. Deshalb sollten Sie sich erst etwa nach 15 Uhr der Sonne aussetzen. In der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr ist die Sonne nämlich am aggressivsten. Wenn Sie hellere Haut haben, gilt für Sie: Je später Sie in die Sonne gehen, desto besser.
Unverzichtbare Accessoires für das Sonnenbaden
Neben Sonnencreme sollten Sie immer auch eine Sonnenbrille dabei haben. Die Sonne kann nämlich Ihre Augen schädigen und einen grauen Star verursachen. Greifen Sie zu Brillen mit UV-Schutz von mindestens 400. Setzen Sie sich einen Hut oder einen anderen Schutz auf den Kopf, der einen Sonnenstich verhindert. Sie können auch spezielle Kleidung mit einem Schutzfaktor gegen UV-Strahlung wählen.
Wenn Sie keine spezielle Kleidung kaufen möchten, schauen Sie in Ihren Kleiderschrank. Vielleicht finden Sie darin Teile, die Sie vor den brennenden Strahlen schützen. Ideal ist Kleidung aus ungebleichter Baumwolle, aus hochglänzendem Polyester oder aus dünner satinierter Seide.

Halten Sie einen Hut und eine Sonnenbrille bereit. (Designed by Freepik)
Versorgen Sie die Haut nach dem Sonnenbaden mit Feuchtigkeit und unterstützen Sie ihre Elastizität. Greifen Sie zu einer After-Sun-Creme oder einem anderen Produkt, das der Haut:
- die verlorene Hydratation zurückgibt,
- sie beruhigt,
- die Regeneration beschleunigt,
- die oberste Hautschicht kühlt, wodurch die Entstehung neuer Falten verhindert wird,
- und die Alterung verlangsamt.
Richten Sie sich eine bequeme Ecke zum Sonnenbaden ein.
Wenn Sie ein Sonnenbad planen, wählen Sie einen Ort, der sonnig ist, aber auch Schatten bietet. Im Garten ist die Nähe von Bäumen ideal. Einen Balkon oder eine Terrasse sollten Sie unbedingt mit einem Sonnenschirm oder einem anderen Sonnenschutz ausstatten.
Bevor Sie sich zum Sonnen auf den Liegestuhl legen, denken Sie darüber nach, wie viel Privatsphäre Sie benötigen. Wenn Nachbarn in der Nähe sind, möchten Sie sich möglicherweise mit einer Hecke, einer „Mauer“ aus Topfpflanzen, einem Paravent oder einem Vorhang, der am Geländer oder Zaun hängt, schützen.
Am bequemsten liegt es sich auf verstellbaren Sonnenliegen, bei denen Sie die Kopfneigung einstellen können. Komfort bietet auch eine Gartenbank, die Sie mit weichen Sitzkissen polstern können. Halten Sie in der Nähe einen Gartentisch mit einem Sessel oder Stuhl bereit. Diese sollten im Schatten stehen. Stellen Sie entweder die Gartenmöbel in den Schatten oder „erzeugen“ Sie Schatten mit einem Sonnenschirm.
Wenn Sie auf dem Balkon oder der Terrasse einen Platz zum Sonnen „einrichten“, vergessen Sie nicht, sich mit Pflanzen und Wasserelementen zu umgeben. So werden Sie sich wirklich wie am Wasser fühlen. Außer Topfpflanzen auf den Boden zu stellen, können Sie auch den vertikalen Raum nutzen. Setzen Sie auf hängende Blumenampeln.
Als Wasserelement ist ein Teich natürlich ideal. Auf dem Balkon oder der Terrasse einer Wohnung ist ein solcher Luxus jedoch oft nicht verfügbar. Ein Wasserelement können Sie in Form einer Vogeltränke oder eines Springbrunnens, der an die Steckdose angeschlossen wird, integrieren. Die Anwesenheit von Wasser kann die gefühlte Außentemperatur senken.
Beim Entspannen sollten Sie sich wohlfühlen. Vervollständigen Sie Ihren Platz daher mit stilvollen Dekorationsgegenständen, die ein Gefühl von Ruhe und Luxus hervorrufen. Greifen Sie zu weichen Decken und Kissen sowie Dekorationen mit Strandmotiven. Stellen Sie maritime Accessoires auf den Tisch und füllen Sie Einmachgläser mit Muscheln.
Essen als Schutz vor der Sonne
Wenn Sie sich sonnen möchten, nehmen Sie Lebensmittel in Ihren Speiseplan auf, die Ihrer Haut zugutekommen und Ihnen einen zusätzlichen Schutz vor der Sonne bieten.
- Heidelbeeren – sie sind reich an Antioxidantien. Beim Sonnenbaden schützen sie die Haut vor freien Radikalen. Sie sind eine gute Quelle für Vitamin C, das hilft, Falten nach einem Tag in der Sonne vorzubeugen.
- Wassermelone – enthält Lycopin, ein Antioxidans, das Tomaten rot macht. Wassermelonen enthalten viel mehr davon. Lycopin ist beim Sonnenbaden wichtig, da es UVB-Strahlen absorbiert.
- Nüsse und Samen – Walnüsse, Hanfsamen, Chiasamen und Leinsamen enthalten Omega-3-Fettsäuren, ebenso wie Fische und Eier. Dieses reine Fett kommt der Haut und dem Körper zugute, da es ihnen hilft, einen langen Aufenthalt in der Sonne zu überstehen.
- Karotten und Blattgemüse – Karotten enthalten Beta-Carotin, das beim Sonnenbaden wichtig ist. Blattgemüse ist reich an den Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin, die die Haut bei Sonnenschäden unterstützen.
- Grüner Tee – enthält pflanzliche Polyphenole, die vor ultravioletter Strahlung schützen.